Das Buch

 

Ach, Du lieber Schmerz!

Nutze die geistige Kraft für ein schmerzfreies Leben

 

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Aus Kapitel 5 vorgelesen:

Teil 1   Teil 2

Wie kann man ohne Schmerzen leben?

Diese Frage wird in dem Buch umfassend beantwortet: was Schmerz bedeutet, wozu er gut ist, wie man sich von ihm befreit oder mit ihm zu leben lernt. Die Leser entdecken ihre eigene, individuelle Führung sowie die Quelle ihrer Selbstheilungskraft und treffen dabei auf die Hindernisse, die sie bisher von der Lösung abgehalten haben.

Das Buch ist in Form eines Zwiegespräches aufgebaut. Hier finden sich auch Übungen, Meditationen und Verse, die den Leser sanft durch seine eigene geistige Welt führen hin zu einem größeren Verständnis über seinen Schmerz und über sein Selbst.

Die Übungen und Meditationen kann man auch unter hören-statt-lesen mitmachen, um sich dabei besser entspannen und intensiver erleben zu können.

 

 

 

Erschienen Mai 2010

Paperback, 168 Seiten,  15 EUR / 25.50 CHF

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Lese-Kost-Probe

Aus Kapitel 1: Vom geistigen Heilen


Ach Du liebe Güte, haben wir es hier mit Geistern zu tun? Das nicht, aber mit dem Geist. Wer das ist? Es ist der oder das, was in uns wirkt, uns umgibt und alles zusammenhält und führt. Auf der Suche nach ihr sind alle, die sie nicht in sich selbst gefunden haben, gescheitert. Man denke nur an Goethes Faust auf der vergeblichen Suche in seinem - zugegebenermassen brillantem - Verstand nach der Antwort darauf, „was die Welt im Innersten zusammen hält“.

Wer sich schon einmal gefragt hat, woher plötzliche Eingebungen kommen, warum jemand einen Zug nicht besteigt, der dann verunglückt und was einen in der größten Krise plötzlich Gelassenheit beschert, weiss, wovon ich spreche. Wer dieses Gefühl des Einklangs mit seinem Leben spürt, wenn der mit seinem Hund über die Felder streift oder eine Antwort auf drängende Fragen quasi aus dem Nichts erhält kennt ihn, seinen Geist. Er zeigt sich auch gern als Intuition.

Die Menschheit hat schon immer versucht, dem Geist beizukommen, ihm eine Identität, einen Namen, eine Geschichte zu geben, damit sie ihn besser fassen, vermessen, abbilden oder benutzen kann - ein aussichtsloses Verfangen. Aber so gesehen ist GOTT, TAO, JHWE, die Grosse Seele und andere Namen nur ein Versuch, das Unfassbare einzufangen und es damit zu begrenzen. In dir aber ist es grenzenlos und wirkt auf eine schöpferische Weise, die über alles hinaus geht, was wir uns mit unserem denkenden Verstand vorstellen und mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Warum also nicht sein Wirken zulassen, es annehmen, akzeptieren und als Führung verstehen?

Eine Art der Führung des Geistes ist der Schmerz. Wie soll sich der Geist ausdrücken, wenn nicht durch den Körper? Würdest du darauf hören, wenn dir eine Stimme, von der du nicht weisst, wo sie herkommt, etwas zuflüstert? Oder würde das vielleicht nur deine Angst vor dem Unbekannten mehren? Deine eigene Stimme jedenfalls gehört praktisch immer zu den Gedanken, die sich in deinem Kopf unentwegt formen und Gehör verschaffen wollen. Sie sind in dieser - geschwätzigen - Form nicht Ausdruck des Geistes, sondern des in der Vergangenheit Erlebten oder Erlernten. Es ist ja auch ganz gewöhnlich, dass wir unentwegt einen Dialog mit unserem ,Denker‘ führen: tue dies oder das, mag das und mag das nicht, das ist gut aber das ist schlecht usw. Diejenigen, denen wir ab und zu auf der Strasse - vertieft in solche Selbstgespräche - begegnen, unterscheiden sich nur insofern von uns, als dass sie diesen fortwährenden Dialog mit ihrem ,Denker‘ laut führen. Achte einmal darauf, was dein ,Denker‘ so alles im Verlauf eines Tages an unsinnigen Gedanken produziert. Unsinnig im Sinne von nicht hilfreich im Hinblick auf die aktuelle Herausforderung, vor der du gerade in diesem Moment stehst. Wenn du mir jetzt die Frage stellst, ob es nicht immer deine Gedanken sind, die die wichtigen - und richtigen - Entscheidungen treffen, dann frage ich dich zurück: identifizierst du dich mit deinem Denker? In diesem Fall empfehle ich die Lektüre von Eckart Tolles Buch „Jetzt!“. Gehe bitte jetzt einmal, von mir aus auch in ganz unvernünftiger Weise, davon aus, dass du nicht mit diesen Gedanken identisch bist. Vielen Dank für dein Vertrauen.

Die großen Erfindungen, Fortschritte und Kunstwerke sind nach Aussagen ihrer Urheber immer in einem Zustand der Eingebung - also der Stille ohne Gedanken - entstanden. Woher kommt eine Eingebung? - Eben, es ist das Geistige, das uns beschenkt, damit wir etwas daraus machen in unserem Leben. Es kommt aus dir selbst heraus, wenn du verbunden bist mit Allem, was existiert, und dich nicht abgetrennt davon fühlst.

Wie begegnen wir dem Geist? In der Stille zum Beispiel, da ist er präsent, in der Natur, in der Meditation, im Flow, im Sport vielleicht, wenn wir uns völlig verausgaben. Überall dort, wo wir dem Denker in uns keinen Raum geben, seine Spielchen zu treiben, begegnen wir dem Geist und damit unserem Sein. Diese Begegnung findet auch immer dann statt, wenn wir eine Verhaltensweise oder ein Gefühl oder einen Gedanken von uns selbst wertfrei beobachten: wenn du dich zum Beispiel plötzlich fragst: wieso fühle ich mich jetzt eigentlich so schlecht, was ist passiert (also an was habe ich gerade gedacht), das mir meine Freude von vorhin geraubt hat? Der Beobachter in dir, der das Verhalten deines Körpers oder Verstandes oder deine Emotion erkennt und deren Quelle oder Absicht hinterfragt, wer ist das ? Genau, das ist dein Geist. Das bist du wirklich, das ist deine immer währende, wahrhafte Identität.
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